Arbeitsmarktexperten kritisieren Archäologie-Professoren

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Posted 17. Dezember 2012 by Techtix in Wissenschaft

Arbeitsmarktexperten kritisieren Professoren der sogenannten Orchideenfächer. Der Vorwurf lautet, dass die Professoren sich nicht für eine Begrenzung der Studentenzahlen einsetzen.

Arbeitsmarkt-Experten-Archäologie-Professoren

Insbesondere in den Altertumsfächern, also der archäologischen Fächer wie der Ur-und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und der Ägyptologie wird demnach weit über dem Bedarf ausgebildet.

Wird über dem Bedarf ausgebildet?

Vielfach wird seitens der Professoren und der Universitäten zwar in den Beschreibungen der Fächer auf die allgemein schlechte Arbeitsmarktsituation hingewiesen, gleichermaßen jedoch mit aller Energie um Studenten geworben. Der Hintergrund ist der, dass für jeden zusätzlichen Studenten Gelder an die Fakultäten fließen.

Hohe Attraktivität der archäologischen Studiengänge

Zudem sichern sich Professoren durch den Zulauf zahlreicher neuer Erstsemester die Daseinsberechtigung der jeweiligen Fakultät. Es ist jedoch bekannt, dass nur ein Bruchteil der fertigen Altertumswissenschaftler eine feste und dauerhafte Anstellung finden. Selbst habilitierte Wissenschaftler finden oftmals keine geeignete Stelle. Prekäre Arbeitsverhältnisse sind die Folge. Gleichsam besitzen gerade die archäologischen Fächer dank Fernsehsendungen wie „Schliemanns Erben“ und „Terra X“ einen hohen Attraktivitätswert. Insofern gibt es andere Experten, die das Gut der durch das Studium gewonnenen Allgemeinbildung und die Fertigkeiten zur systematischen und strukturierten Arbeitsweise als universell auf dem Arbeitsmarkt einsetzbar betrachten. Letztlich liegt es an der Kürzung der Kulturetats in den Ländern und Kommunen, die für die schlechte Arbeitsmarktlage der Altertumswissenschaftler verantwortlich sind. Vielfach wählen diese dann alternativ Studiengänge oder den Weg in die Selbstständigkeit. Das Studium selbst bereuen laut aktueller Umfragen jedoch nur die wenigsten. Insofern dürften die Professoren an der Universität mit der Werbung für die Archäologie und andere Altertumsfächer letztlich nichts falsch machen.




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