Facebook: Manipulierte Nachrichten als Psycho-Experiment

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Posted 3. Juli 2014 by Techtix in Internet

Facebook: Manipulierte Nachrichten als Psycho-Experiment – Bei Facebook gibt es einen erneuten Skandal. So berichtet “Heise“ unter Bezugnahme auf “Technology Review“, dass Facebook seit einigen Jahren zahlreichen Wissenschaftlern Zugriff auf die Nutzerdaten gewährt.

Facebook Manipulierte Nachrichten

Facebook-Nutzer 2012 als psychologische Versuchskaninchen benutzt

Unter anderem fand in diesem Zusammenhang im Jahr 2012 ein Experiment statt, das nun für große Empörung sorgt. So wurde im Jahr 2012 ein Experiment durchgeführt, dass bei 0,04 Prozent der Facebook-Nutzer zu einer Verschiebung der Priorität von Nachrichten geführt hat. Nach Angaben der Forscher sei es das Ziel des Versuchs gewesen, Facebook zu verbessern. Auch eine ebenfalls im Jahr 2012 durchgeführte Studie mit Facebook-Nutzern sorgt für große Empörung.

Manipilation vs. Vertrauen zu Facebook

Die Facebook-Nutzer wurden nämlich von dem Experiment nicht in Kenntnis gesetzt. Betroffen sind rund 700.000 Facebook-Profile. Hierbei wurden zu wissenschaftlichen Zwecken Nachrichten manipuliert. Das Experiment fand in der Zeit vom 01. bis 18. Januar 2012 statt. Dabei beeinflussten die Wissenschaftler die Nachrichten dahin gehend, dass die Nutzer entweder überwiegend positive oder überwiegend negative Facebook-Einträge zu Gesicht bekamen. Ziel des Exponent sei es gewesen, herauszufinden wie sich das auf die Gesamtstimmung der Nutzer auswirkt. So sinnig die Experimente im einzelnen auch sein mögen, bei jeder Studie mit Probanden an einer Universität müssen Teilnehmer entsprechende Einverständniserklärungen ausfüllen. Das hier ein soziales Netzwerk für psychologische Experimente missbraucht wird, ohne dass die Teilnehmer davon in Kenntnis gesetzt wurden, ist gelinde gesagt eine Frechheit. 

Ausschlusserklärung hätte Wert des Experimentes nicht gemildert

Es hätte vielmehr seitens Facebook darauf aufmerksam gemacht werden müssen, dass ein derartiges Experiment durchgeführt wird und dass all jene, die möglicherweise nicht für dieses Experiment zur Verfügung stehen, durch Anklicken einer Ausschlusserklärung hiervon hätten ausgeschlossen werden können. So wäre das Experiment auf ordentliche Art und Weise und dann auch moralisch sauberen Ergebnissen gelangt. Dies gilt insbesondere dann, wenn über die Art des Experimentes keine Angaben gemacht worden wären, sondern lediglich mitgeteilt worden wäre, das ein Experiment durchgeführt wird.




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