Studie: Zahnpasta kann Fruchtbarkeit schädigen

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Posted 13. Mai 2014 by Techtix in Wissenschaft

Studie: Zahnpasta kann Fruchtbarkeit schädigen – Eine neue Studie offenbart, dass Chemikalien des täglichen Gebrauchs die Fruchtbarkeit schädigen können. Insbesondere Männer sind hiervon betroffen.

Zahnpasta Fruchtbarkeit

Ein deutsch-dänisches Wissenschaftlerteam fand heraus, dass zahlreiche Kunststoffe und Chemikalien wie sie beispielsweise in der Sonnenmilch und der Zahnpasta enthalten sind, die männliche Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen können.

Gut für die Zähne, schlecht für die Spermien: Zahnpasta

Da sich in nahezu allen Chemikalien hormonell aktive Substanzen befinden, werden die Spermien in ihrer Bewegungsfähigkeit geschädigt. Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um Lebensmittel, Kosmetika oder herkömmliche Haushaltsmittel handelt. Insgesamt testeten die Forscher 96 Chemikalien an menschlichem Sperma. 33 Chemikalien beeinflussen den Kalzium-Haushalt der Spermien. Darunter befanden sich auch Sonnenschutzmittel und Zahnpasta. In Kosmetika wirkt insbesondere der Inhaltsstoff Triclosan schädigend.

Hormonell wirksame Substanzen in Produkten sorgen für Unbeweglichkeit von Spermien

Da der Kalzium-Haushalt für die Bewegungsfähigkeit der Spermien verantwortlich ist, führt eine hormonelle Aktivität zu einer verminderten Fruchtbarkeit. Unter anderem lassen sich die gefundenen Stoffe auch in herkömmlicher Zahnpasta nachweisen. Obwohl Grenzwerte für derartige Substanzen eingehalten werden, wird außer Acht gelassen, dass durch den täglichen Gebrauch mehrerer dieser Stoffe eine Potenzierung der hormonellen Wirkung erfolgt. Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass verschiedene Substanzen in Kombination miteinander verwendet, ebenfalls für zahlreiche Schäden der Spermien verantwortlich sein können. Die Wissenschaftler betrachten aktuell etwa 800 vom Menschen selbst produzierte Inhaltsstoffe als potenziell hormonell wirksam. Bereits bei Amphibien und Fischen lässt sich die Wirkung von Chemikalien in Gewässern bereits heute deutlich nachvollziehen. Dort sorgen zahlreiche in Gewässer eingebrachte Chemikalien sowie Plastikmüll für missgebildete Tiere oder gar für eine Verweiblichung der männlichen Tiere, einhergehend mit völliger Zeugungsunfähigkeit.

Bild: (c) cc/toasty




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